Trojaner…

die sind im wirklichen Leben keine ehrenhaften Krieger, nicht in unserer technischen Zeit. Eher eine Art Ratten, dermaßen hinterhältig, daß Paranoia durchaus begründet ist. Fraglos. Sehr oft begegnen sie einem dort, wo man sich ablenken möchte, auf den Tummel-plätzen für Spielsüchtige. Eine Art von „Trojanischem Pferd“… bloß da sitzen keine tapferen Griechen in dem Spielzeugpferdchen. Wenn man im Geschichts-Unterricht ein wenig gelernt hat, weiß man, wie hinterhältig hübsche schmeichelnde Geschenke sein können.

Schreibdurchfall

oder auch wissenschaftlich „Verbaldiarrhoe“…  ist eine weitverbreitete Krankheit unter Bloggern. Ich habe sie so gut wie überwunden, erkennbar an der niedrigen Frequenz (und relativen Kürze) meiner Beiträge. 😉

Positive Nebeneffekte der Infektion sind nicht auszuschließen, so kann z.B. ein Schriftsteller wie Stephen King (aka Richard Bachman) spitzenmäßig davon leben. Dicke Bücher, die sich gut verkaufen… Leser (wie ich), die es kaum erwarten können, daß das nächste Werk erscheint, bringen Geld in den Beutel.

Dicke Bücher (die sich weniger gut verkaufen) schrieb auch ein gewisser Karl Marx. Sein prophetisches Mammut-Projekt „Das Kapital“, das glücklicherweise (für meine BILLYgen Bücherregale) auch in geraffter Ausgabe erhältlich ist… sollte eigentlich Pflichtlektüre für all unsere Polit-Schauspieler sein (mit Abfragen, ob sie auch verstanden haben, was da steht, am Besten bevor sie überhaupt Staatsdiener werden dürfen).

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil 😛

Die momentane weltweite Krisensituation wurde von Marx schon für einen viel früheren Zeitpunkt vorhergesagt, allerdings hatte er die beiden Weltkriege auch noch nicht auf seinem Plan.

Wieso ich das jetzt alles hier erwähne? Es gibt einen aktuellen Ausbruch der Verbaldiarrhoe, der sich in nächtlicher KommentierWUT bemerkbar macht. Teilweise länger als die Artikel, unter denen es steht… oOo.

Meine Empfehlung an die Patientin:

Gesunder Nachtschlaf kann hilfreich sein. Und viel trinken auch (besser Kräutertee als Kaffee oder Alkohol).

Gute Besserung.

😀

241543903… Nr.2

Ich hatte das Thema ja schon im Januar erwähnt. Dieses Fotodokument beweist mal wieder, wie wenig Neues es unter der Sonne gibt.

David Horwitz‘ Idee war nämlich auch schon dem Ehepaar Hitchcock in den Sinn gekommen…

Alfred und Alma hatten eben auch einen ziemlich schwarzen Humor :)

Bildquelle: Das Kraftfuttermischwerk

Meine Muttersprache

hat den Vorteil, daß sie mir recht flüssig von der Hand geht, wenn ich meine Gedanken in geschriebene Worte fasse. Doch wenn der Satz länger wird, ist nicht nur mancher Leser irritiert… automatische Übersetzungs-Programme kommen sogar total aus dem Takt, und liefern nur noch Kauderwelsch.

:roll:

Über zu lange deutsche Sätze mit eingeschobenen Nebensätzen ärgerte sich schon Mark Twain, als er unsere Sprache lernte (was ihn aber nicht davon abhielt, es gründlich zu tun*). Er war neugierig genug, um eine ausgedehnte Studienfahrt durch Europa zu machen. In seiner Zeit hielten die Amerikaner Reisen in die alte Welt zu Bildungszwecken ja auch noch für sinnvoll. 😉

~*~

Samuel Langhorne Clemens, wie Twain mit bürgerlichem Namen hieß, war einer der ersten ernsthaften Benutzer der damals brandneuen Schreibmaschine. Da er als Junge Schriftsetzer lernte, konnte er den Wert dieses Werkzeugs gut einschätzen. Und mithilfe seiner Fehlerberichte war der Hersteller Remington wahrscheinlich in der Lage, an seinen Maschinen die Kinderkrankheiten zu kurieren.

Ein Klick für den scharfen Blick sagt mehr als tausend Worte>

~*~

Durch die Benutzung dieser Erfindung haben wir mehr Lesestoff zur Verfügung, als ein Mensch in einem Leben verarbeiten kann. Nicht alles davon ist erwähnenswert, im Gegenteil… einiges könnte mehr Spaß bereiten, wenn es zu Papier-Fliegern oder -Schiffchen verarbeitet würde. Zum Glück verschwinden bescheuerte Bücher meist schneller aus unserer Erinnerung als die genialen…

obwohl ich mir für die ganz schlimmen Exemplare eventuell (hin und wieder…) den Frevel einer Bücherverbrennung vorstellen könnte 😛

Aber wie heißt es doch so schön? Was zu gar nichts nutzt… kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen. 😉

~*~

Mark Twain dagegen hat ein Werk geschaffen, das tiefe Spuren hinterläßt. Tom und sein Trick mit dem Zaun, der ungebundene Huck Finn… der allen Zipfilisierungs-Versuchen widersteht. Kollektive Erinnerungen von uns allen. Da gibt es noch viel mehr, und inzwischen können sogar Buchseiten-Allergiker per Hörbuch an die Inhalte gelangen… dank Webseiten wie vorleser.net sogar umsonst.

Irgendwie bin ich nach der Überschrift und dem ersten Absatz reichlich vom Thema abgekommen… wenn Du das denkst, empfehle ich noch etwas Twain-Lesestoff: „Die Schrecken der deutschen Sprache*

Nun ja, lachen kann ich darüber nicht, daß unser Deutsch seit 1897 trotz Reformen nicht einfacher geworden ist. Immerhin ist sowas eine Barriere für fremdsprachige Leser. Wer sich mit „a little english“ versucht, durch komplexere englische Texte zu kämpfen… weiß was ich meine. Dabei hat diese Sprache nicht halb so viele Ausnahmen zu bieten wie unsere.  Die unregelmäßigen Verben, okay… was zum sturen Auswendiglernen. Bei uns ist schon die Verwendung des kleinen Wörtchens „sie“ mit all seinen verschiedenen Bedeutungen eine Lern-Gedulds-Aufgabe (eine weibliche, oder mehrere Personen? oder auch mehrere Gegenstände? ob da ein „h“ dranhängt, kann ich nicht hören… guckstu?)

Die junge Generation ist krass dabei… deutsch zu minimieren. Das will ich aber auch nicht.

Darum schnell ein paar schöne Wörter dranhängen: Der aller-aller-erste Tagebuch-Schreiber der Welt war Adam. Und Mark Twain hat’s nach langen Studien für uns übersetzt (ein wichtiges Dokument, das ca. 6000  Jahre später leider nicht mehr vollständig ist…)  „Auszüge aus Adams Tagebuch

Glücklicherweise erhalten blieb das Fragment „Ein Fisch namens Kain“ 😀

 

 

 

Hannes Wader


Das Stück ist leider 4 Minuten kürzer als es aussieht, und es gab da auch „richtige“ Videos… aber so pur kommt der Sinn besser in der grauen Masse zwischen den Ohren an. Außerdem stand freundlicherweise der Text (denglisch = die LYRICS) drunter:

Es ist an der Zeit

Weit in der Champagne im Mittsommergrün
Dort wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blüh’n
Da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht
Im Wind, der sanft über das Gräberfeld streicht
Auf deinem Kreuz finde ich toter Soldat
Deinen Namen nicht, nur Ziffern und jemand hat
Die Zahl neunzehnhundertundsechzehn gemalt
Und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt

Ja, auch Dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heute immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben

Hast du, toter Soldat, mal ein Mädchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt
Können Zärtlichkeit und Vertrauen gedei’n
Warst Soldat, um zu sterben, nicht um jung zu sein
Vielleicht dachtest du Dir, ich falle schon bald
Nehme mir mein Vergnügen, wie es kommt, mit Gewalt
Dazu warst du entschlossen, hast dich aber dann
Vor dir selber geschämt und es doch nie getan

Ja, auch Dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heute immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben

Soldat, gingst du gläubig und gern in des Tod?
Oder hast zu verzweifelt, verbittert, verroht
Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluß?
Ich hoffe, es traf dich ein sauberer Schuß?
Oder hat ein Geschoß Dir die Glieder zerfetzt
Hast du nach deiner Mutter geschrien bis zuletzt
Bist Du auf Deinen Beinstümpfen weitergerannt
Und dein Grab, birgt es mehr als ein Bein, eine Hand?

Ja, auch Dich haben sie schon genauso belogen
So wie sie es mit uns heute immer noch tun
Und du hast ihnen alles gegeben:
Deine Kraft, Deine Jugend, Dein Leben

Es blieb nur das Kreuz als die einzige Spur
Von deinem Leben, doch hör‘ meinen Schwur
Für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein:
Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein
Dann kann es gescheh’n, daß bald niemand mehr lebt
Niemand, der die Milliarden von Toten begräbt
Doch längst finden sich mehr und mehr Menschen bereit
Diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit

Schmoren…

sollte man mich… und zwar im heißesten Höllenloch (an das ich nicht glauben kann 😉

Weshalb? Die Nachrichten sind gefüllt mit Berichten über kirchliche Mißbrauchs-Fälle, und so sehr mir die Opfer auch leidtun (…was ihnen nicht hilft), finde ich es ziemlich news-unwürdig. Außerdem… solange keiner das Zölibat abschafft, müssen sich auch weiterhin solche Dinge ereignen. Und werden… wenn „euer unwürden“ sich mal wieder nicht beherrschen konnte… totgeschwiegen (womit ich weltlich-rechtliche Konsequenzen meine, die leider bisher nicht ernsthaft erfolgten). Ein Problem, das so alt ist wie die Kirche.

Dabei wissen wir doch schon seit Urzeiten, daß manche Hirten ihre Schäfchen gerne in den Popo poppen

. . .

Woodstock…

mit Joe Cocker…

und Santana…

1969… da war ich sieben Jahre alt. Neulich lief der Dokumentarfilm mal wieder in der Röhre …(Flachbildschirm-Fernseher kommt erst, wenn die alte Glotze tot ist… so wird das nix mit Konsum-Maximierung)… ich wäre gern dabeigewesen. Die Leute wären fast verhungert, wenn nicht die Farmertruppe mit Proviant gekommen wäre, aber was macht das schon… bei diesem Wahnsinns-Gemeinschafts-Erlebnis. Chaos und Spaß im Matsch bei Regen, das ist besser als Disneyland. Natur und jede Menge gute Musik, ein Haufen Freaks… das Rezept für ein Open-Air-Festival, das unvergessen bleibt. Das erste seiner Art… einfach geil.

Daß die Musiker und die Fans selten ganz drogenfrei feierten, veranlaßte die taz zu einer dementsprechenden Überschrift. Die Hippies hatten es nicht leicht in dem konservativem Umfeld. „Make Love Not War“ war nicht nach  jedermanns Geschmack, und wenn ihnen damals wer gesagt hätte, daß für die Erinnerung an ihre Party später ein Museum errichtet werden würde, hätten sie ihn wohl ausgelacht.

Rorschach-Kleckse

oder: Ich sehe das, was du nicht siehst (faz.net Überschrift)

rorschach

Was der Herr Rorschach 1921 in Druck gab, geistert noch heute durch die Psychologen-Praxen… 10 Karten mit symmetrischen Zufalls-Motiven, entstanden aus feuchten, zusammengeklappten Farbflecken. Er war der Meinung, damit könne man feststellen was das Unterbewußtsein eines Patienten ihm eingibt, wenn er beschreiben soll was er in den Formen und Farben erkennt. Solcherart diagnostizierte soziopathische Tendenzen wurden dann schon mal per Elektro-Schock-Therapie *behandelt*. In Europa ist dieser Zweig der Psychologie inzwischen so gut wie abgestorben… aber in Amerika blüht’s noch. Deshalb fanden es einige Rorschach-Tester gar nicht lustig, daß das komplette Karten-Sortiment mitsamt der gebräuchlichsten Deutungen bei Wikipedia auftauchte… zur freien Einsicht für alle.

Was ich an der Geschichte interessant finde, ist die Tatsache, daß Herrmann Rorschach ursprünglich Kunst studieren wollte, dann aber doch lieber Irrenarzt wurde. Gerade ein Kunst-Interessierter sollte wissen, daß nicht jedes Phantasie-Produkt einen Weg in die Realität findet. Künstler, die sich den Druck von der Seele malen, werden verstehen was ich damit meine: manchmal kann man gar nicht zu Papier bringen, was einen am meisten beschäftigt.

rorschach02

Leute wie Giger oder Helnwein, deren gesamtes Werk sich um ähnliche Kernpunkte aufbaut, wären wahrscheinlich ein gefundenes Fressen für jeden Rorschach-Spezialisten… mit ihrer düsteren Vorstellungs-Kraft.

Vom kleinen Jungen zur Holzpuppe

oder Pinocchio anders herum… wären auch gute Titel für diesen Feuilleton-Beitrag zum Darwin-Jahr bei faz-net gewesen.

puppenkisteDer Forscher hatte sich zu Studienzwecken den kleinen Jemmy Button von einer seiner Reisen mitgebracht, als ob er eine seltene Pflanze wäre. Diese Ereignisse inspirierten Michael Ende zu seiner (nicht nur) Kinder-Geschichte vom Findelkind Jim Knopf, das selbst wenig lesenden Leuten durch die Augsburger Puppenkiste ein Begriff ist. Hinter dem roten Vorhang sitzt Frau Mahlzahn, um Jim Knopf (und uns) die Sache mit der Evolution zu erklären.

Die nicht so kindlichen Inhalte kommen beim Buch meiner Meinung nach mehr zum Tragen, da die Denkmarmel beim Verarbeiten von Gelesenem mehr zu tun hat als bei bilderreicher Fertigkost. Obwohl… der niedliche Halbdrache Nepomuk, der nicht zu den reinrassigen Drachen in die Stadt durfte… wem hat der nicht leidgetan?

wohin gehört die Pharaonin ?

Sie ist so schön, daß sie vor fast hundert Jahren nefertiquasi aus ihrer Heimat geschmuggelt wurde: die Büste der Nofretete. Heute ist sie im Museum in Berlin, wo sie anscheinend nach Meinung der Deutschen Orient Gesellschaft (DOG) bleiben sollte . . . noch nicht einmal leihweise (Ägypten wollte sie auf einer Museums-Eröffnung ausstellen) darf sie zurück. Wir haben doch schon eine Kanzlerin, wer braucht hier noch eine Pharaonin, hm? Außer mir natürlich, ich sammle schon länger Bilder von ägyptischer Kunst (sehr dekorativ, und der Stil ist einmalig) . Das nebenstehende z.B. ist schon so lange in meinem Archiv, daß ich keine Quellenangabe machen kann.

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