Vorher – Hinterher

Ein Element der (mir verhaßten) Werbung sind diese Bilder… Auf denen sieht man, wie Produkte sich (angeblich) auf ihre Anwender auswirken sollen: der Mensch wird dort schlanker, schöner u.s.w.

Leider ist es so, daß solche Aufnahmen nicht der Realität entsprechen… dank Bild-Bearbeitung kann die Werbe-Branche uns allerlei vorgaukeln. Selbst schuld, wer all das glaubt… und dann sein Geld verschwendet. Denn diese Scharlatanerie ist leider nicht im Geringsten nützlich für den Einzelnen. Sie bringt nur Geld in die Kassen der Scharlatane, die uns mit Pillen, Pulvern und Wässerchen eindecken wollen. Sogar Operationen sollen uns heutzutage „verbessern“. Leider wird niemand jünger.

Das war ja auch schon zu Goethes Zeiten so: es zählt nur der schöne Schein. Wer nicht zu den „beautiful people“ gehört, möchte natürlich glauben, daß es etwas gibt… was ihm hilft. In Wirklichkeit ist das Ganze nicht SO einfach. Die Natur sorgt (ganz normal) für Veränderungen, und selten zum Besseren. Mein Spiegel zeigt es mir deutlich: Fältchen und Falten. Graue Haare und Strähnen. Das Ergebnis meiner Lebensjahre nun einmal.

Und, warum ich Goethe erwähnte? Der größte Dichter und Denker meiner Muttersprache ist in meinem kleinen Literatur-Schatzkästchen auch vertreten, und zwar mit einem über 100 Jahre alten Werk. Kein sehr wertvoller Schatz (finanziell betrachtet), da es auch damals schon Massenproduktion gab. Für weniger betuchte Wissensdurstige hat ein Verlag Auszüge aus dem „Faust“ in hoher Auflage zu geringem Preis herausgebracht. Diese sind auch heute noch günstig in Antiquariaten zu bekommen (wo ich mich mich mal nach dem Wert erkundigt habe).

Name des Werkes: Faust=Brevier (zweizeilig, mit doppeltem Bindestrich… der Schriftsatz ist sowas von „oldschool“)))

Goethe – vor und nach Faust

Und, es enthält nur 2 (!!) Bilder, die damals üblichen Portäts per Scherenschnitt. Motiv: Der Dichter zu Anfang seiner Dichtung (ich rede immer noch von Faust und seinem Mephistopheles) . . . und nach Vollendung dieses Werkes. Die Jahre, die darüber hingingen, kann man auch ohne Photo gut erkennen. Der Lauf des Lebens eben.

 

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