Statistiken

und Statistiker, das ist nichts, worauf ich mich verlasse.

Aber, wenn ein Finanz-Fachmann einen Vortrag über die Krise, Ursachen und Folgen hält… da muss ich zuhören. Und auch Prof. Dr. Heiner Flassbeck in sehr vielen Punkten zustimmen, weil ich sogar als Finanz-Laie ziemlich gut verstehe, worauf das alles hinausläuft.

Er hat informative Grafiken auf Lager, die obige zur Arbeitslosigkeit sieht sogar sehr gut aus (für Deutschland, gemessen an anderen). Leider weiß fast jeder hierzulande, wie diese Statistik schön-geschummelt wird. Ein großer Teil der arbeitslosen Bevölkerung wird von Ämtern in Maßnahmen zur (Weiter)Bildung oder Wiedereingliederung (in den Arbeitsmarkt) gesteckt. Damit fallen sie aus so einer Statistik heraus, und darum sieht diese Kurve viel besser aus, als sie tatsächlich ist.

Zwar kann man sagen, die Leute haben hinterher bessere Karten bei der Jobsuche… theoretisch. Es kommt dabei aber immer auf den einzelnen an, und der fällt manchmal durchs Raster. Außerdem wird die Problematik nicht behoben durch die ganzen Maßnahmen. Nur in die Zukunft verschoben. Eine Zukunft mit mehr Arbeitsplätzen, hoffen die Verschieber wohl.

Als PostScriptum an dieser Stelle ein Zitat von J.F.Kennedy:

Im Chinesischen besteht das Wort Krise aus zwei Zeichen.

Das eine bedeutet Gefahr. Das andere Gelegenheit.

Sollte jemand die oben verlinkten Video-Vorträge bis zum Ende angesehen haben… Diese Gefahr wäre die Gelegenheit für uns (das Volk)… richtig laut an die riesige Käseglocke in Berlin zu klopfen. Die Kuppel, unter der unsere Regierung sitzt, und wo die Insassen (draußen ewig abgeschirmt durch Gorillas in Anzügen) sehr wenig Kontakt zur Realität haben.

 

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