In schwarz, im Dunkel

Gestern Abend, auf dem Weg zum Tabak-kaufen, mußte ich um deutsche Pärchen einen Bogen machen, da deren Blicke am Smartphone klebten…

Hingegen waren einige Jungs (optisch der RisikoGruppe zugehörig,) höflich… gingen beiseite und grüßten mich sogar, obwohl sie mir unbekannt waren. Mag sein, daß meine Lederhose mit passender Jacke in schwarz nicht unschuldig daran war… oder mein Alter hat sie abgeschreckt.

Aber sie begrüßten sich untereinander mit Umarmung (Beschwichtigungs-Geste wie WangenKüsschen und so))). Während unser kühles Händeschütteln kaum mehr als ein Wahrnehmen des Gegenübers ist.

Andere Länder, andere Sitten. Plus Probleme überall.
Mitten in der (regierungs-geplanten) Globalisierung.

Wir alle sitzen in dieser Patsche, gemeinsam. Es ist nur eine Frage, von welcher Seite man sich das Schlammassel angucken muß. Oder, ob überhaupt, dann geht Mensch halt woanders hin. Wo es leider selten besser aussieht. Darum bin ich dafür, wenigstens ein wenig Kommunikation auch mit anders-denkenden zu haben.

Ohne Zoff wäre nett. Der ZOFF herrscht unter den bösen Polit-Clowns ja schon zur Genüge :)))

Lesen & Schreiben

Eine Sache, die wir für selbst-verständlich halten, denn ohne geht im Netz leider überhaupt nichts…

Ist nicht für alle verständlich, merke ich, wenn Andere alles

***falsch verstehen*** (wollen? manchmal glaube ich das).

Entweder sie können sich nicht richtig ausdrücken,

oder sie haben die Einschläge nicht gemerkt…

wenn sie den Text eines Anderen kommentieren (***).

Dabei beschwere ich mich noch nicht einmal wegen kleiner oder großer

Fehler, egal ob Rechtschreibung oder Satzbau.

Ich kann gut rätseln.

Oben war es übersichtlicher aus den dort erwähnten Gründen, denn seit unserer Reform der Rechtschreib-Regelungen ist dieses Problem RIESENgroß geworden. Die Lehrer, die es anders lernten, geben bei unwilligen Schülern schneller auf, obwohl es nötig wäre, gerade dort anzusetzen.

Denn, wenn die Kids nur noch tweeten und mit Youtube-Kommentaren auf Smartphones kommunizieren, können sie sich schon wegen Geschmacks-Gründen in die Wolle kriegen. Nur, weil sie nicht in ganzen Sätzen kommunizieren.

Böse Rapper-Lyriken machen nichts besser, das gebe ich zu. Aber böse war schon manches, das nicht mit fäkalen Ausdrücken betont wurden mußte… nur daß die Erwachsenen, die sich gewählter ausdrücken können, die Situation BLOSS schlimmer machen, meistens.

Dann fluchen die Jüngeren halt, dauernd. Wenn ich mich ärgere, lese ich eher ein gutes Buch. Da das sehr oft vorkommt (das schlimme Ärgern über Regierungen, z.B.)…

Habe ich inzwischen reichlich zusätzliches Material gesammelt, aus allen möglichen Literatur-Sparten. Schweden-Krimis sind lehrreicher, als man denken sollte: Die fünfte Frau

Gemälde auf dem Buchtitel

Henning Mankell schrieb in diesem Werk über Verständigungs-Probleme zwischen Mutter und Tochter, wodurch Töchterchen zu Serien-Killerin und Rächerin mißbrauchter Frauen wurde. Logischerweise zugespitzte Fiktion, aber anders lernt Mensch ja nicht. Androhungen von Höllenstrafen.

Bisher wenigstens, da dieses Strafbuch ca 2000 Jahre alt war im Christen- tum. Ich denke allerdings, eine Zivilisation in Entwicklung erfordert feinere Folter. Gründliches Lesen-Lernen zum Beispiel für den Nachwuchs, damit die Kurzen genug Worte benutzen können, um sich zu beschweren.

Falls eine Meckerziege wie ich nicht aufhören kann zu motzen, *dauernd*

und immer wieder. Sonst hätte ich eine Empfehlung:

Geht auf eine einsame Insel, ohne Internet. Nehmt ein paar gute Bücher mit. Fangt Fische…

P.S.: Im Babylon unseres WWW wäre wenigstens eine Fremdsprache empfehlenswert.

Je früher gelernt, desto besser schult dies auch das logische Denken, das haben Wissenschaftler herausgefunden.

Kluge Leute.

english/Deutsch/ Videos/

I occasionally have to think about language, when I’m not sure how to express my anger. There is a hook hidden in anger. It can hurt.

And, as I think about world in terms like kindergarden… never beat the young ones, please.

So I often decide, to take things making me angry with humor.

British, dark black humor.

„GalgenHumor“ . . .

Wenn mich etwas sehr ärgert, versuche ich die lustige Seite zu finden.

Der Kindergarten unserer „Zivilisation“ ärgert mich gewaltig, und auf den Verantwortlichen herumzuklopfen, kann in Verleumdungsklagen enden.

Deshalb mache ich lieber böse (manchmal darum unfreiwillig alberne) Witz-Beiträge. Öfter auf englisch, weil ich vermutlich früher schon viel zuviel Monty Python abgekriegt habe.

 

Begnadigung

In Notwehr tötete eine Französin ihren brutalen Mann, nachdem der jahrelang der die gesamte Familie terrorisiert hatte.

Jacqueline Sauvage wurde damals für den begangenen Mord verurteilt, und mußte lange im Gefängnis sitzen. Gesuche auf Begnadigung hatten wenig Aussicht auf Erfolg, bis nun der französische Präsident François Hollande ihre Töchter empfangen hat. Sie berichteten ihm, was sie damals durchmachen mußten. Daraufhin hat er sofort entschieden, daß diesmal eine Begnadigung stattfinden muß.

Ziemlich vernünftig, damit hat Präsident Hollande ein deutliches Signal gesendet… an alle Familien-Tyrannen.

Mutig ist dieses Zeichen allerdings auch, ich hoffe nur, daß Frankreich nicht von „Serial Moms“ über-rannt wird. Damit will ich sagen, daß bestimmt serienweise Mütter schon einmal über Gattenmord nachdachten. 😉

Achja, und natürlich gibt es auch „mütterliche“ Tyrannen, nur daß deren geplagte Partner oft andere Auswege aus dem Dilemma finden.

Bevor ER sie tötet, geht er lieber… wäre jedenfalls (auch für SIE, an seiner Stelle) die unblutigere Lösung.

Gäste

So möchte ich normalerweise die Leute nennen, die momentan Zuflucht suchen bei uns. Denn, sie wurden ja eingeladen. Persönlich sozusagen, von unserem Staats-Oberhaupt.

Da, wo sie herkommen… wird in Friedenszeiten traditionell die Gastfreundschaft* sehr GROSSgeschrieben. Das geht soweit, daß der Gastgeber einen Gast vor seinen Feinden (den Feinden des Gastes) beschützt. Denn, was dort ebenso traditionell ist, sind unsichere Friedenszeiten.

Was wir im allgemeinen Sprachgebrauch „Moslems“ nennen, ist einerseits ein Gemisch von Völkern (asiatisch, arabisch, afrikanisch, und einige entferntere). Andererseits ist ihr Glaube, der Islam, auch alles andere als einheitlich (sunnitisch oder schiitisch, plus andere Splittergruppen).

Die differenzierte Sichtweise dieser Gruppierungen auf die Auslegung des gemeinsamen Glaubens… führt dann wozu? Ach, logisch: Differenzen.

Diese Aus-Einander-Setzungen, unter zusätzlichem Druck militärischer Fremd-Einsätze (genannt: Stabilisierungs- und Hilfsmissionen)… kochen immer höher… denn ein neuerer Spieler probiert nun, alle Islam-Gläubigen zu vereinen. In einem Kunstgebilde namens Islamischer Staat.

Kein Wunder also, daß ernsthaft am Leben hängende Menschen versuchen, einen sicheren Ort zu erreichen.

Daß unser weibliches Staatsoberhaupt die Menschlichkeit am liebsten voranstellt, wundert mich ja auch nicht sehr (wenn man durch ihre Wort-Nebel-Bänke durchgestiegen ist, ist das mit der Menschlichkeit der Kern der Aussage, wenig Nützliches zur Situation ist sonst dabei). Und, wirtschaftliche Sicherheit war schon immer ihre Parade-Disziplin. Ohne Rücksicht auf Verluste anderer Länder, alle sollten so „gut“ wie Schland wirtschaften. Klar, uns geht es Spitze, ganz sicher hier.

Nur, in unserem Volke gibt es Unzufriedene, die probieren schon länger, sich zu vereinigen. Und manche von denen… die pfeifen leider auf Menschlichkeit.

*Gastfreundschaft ist dadurch nichts, womit Deutschland momentan glänzen kann.

Weil ich…

ein Mädchen bin (und auch noch ein altes…)))

Deshalb lese ich in letzter Zeit häufiger, was andere Frauen zur aktuellen Lage schreiben. Manche sind naiv, andere wissen doch ziemlich genau, wo der Hase im Pfeffer liegt. Unsere Emanzipation ist noch nicht so alt… und das Patriarchat hat Probleme damit, loslassen von Privilegien und althergebrachten Sitten fällt schwer.

Mindestens genauso schwer fällt es mancher Frau, die sich gut aufgehoben fühlte als bessere Hälfte ihres Mannes… wenn sie (egal aus welchem Grund) alleine dasteht, und selbst Entscheidungen treffen soll. Vorher musste sie bestenfalls nur zustimmen, nun soll sie „ihren Mann stehen“, ohne männliche Hilfe. Wenn sie von Muttern keine Selbständigkeit gelernt hat, wird das ein später Lernprozeß, notgedrungen.

Notgedrungen ist auch mein Interesse an weiblichen Schreiberinnen, die durchaus zu diesem Lernprozeß beitragen könnten. Wie diese hier, aus der Schweiz: Salome Müller

Zu diesem Artikel sind interessante Kommentare aufgelaufen, bei einigen ist der „kleine Unterschied“ deutlich herauszulesen. Und mancher Herr Kommentator schiebt fleißig den schwarzen Peter weiter (die Bösen müssen natürlich nur diese Fremden sein, wir hier doch nicht).

Mitleid mit Elite-Soldaten

So seltsam dies aussieht, nachdem ich es eingetippt habe… meine heutige Überschrift meine ich nicht ironisch.

Es geht um Navy-Seals. Die härtesten Jungs also, die Otto Normalbürger sich vorstellen kann. Gelesen habe ich darüber in der NewYorkTimes, wo ich eigentlich nur reinschaue, um ein wenig auf dem Laufenden zu sein. Jedenfalls, wenn es um die USA geht. Zwar haben wir in Europa auch Nachrichten von dort (genauso wie unsere eigenen Elite-Soldaten), aber meine Neugier sorgt immer dafür, daß ich mehr Quellen suche, wenn mich was interessiert.

Eigentlich habe ich keinerlei Sympathie für gelernte Mörder (so wurden die Jungs genannt, als ich Teenager war, auf Demos unterwegs und so). Allerdings ist Militär nun einmal ein Arbeitgeber, und wo Arbeits-Stellen immer seltener auf der Straße zu finden sind… entscheiden sich Männer einfacher dahingehend, auch so einen lebensgefährlichen Job zu übernehmen.

Die riskantesten Aufträge bekommen die Navy-Seals, und Risiko bedeutet Stress. Wer seine Kameraden (oder, oft noch schlimmer, seine Untergebenen) überlebt… hat hinterher mit Sicherheit einiges zu verarbeiten. Was der harte Kerl nicht gern zugibt. Klingt nach Klischee, ist aber leider dem Heldentum geschuldet. Sorgen eingestehen, oder gar deprimiert zu sein… passt nicht ins Bild.

Several dozen members of the Special Operations community have killed themselves over the last several years, usually after they have returned home or gotten out of the military.

Also, wenn sie es dann gar nicht mehr aushalten (und vorher, ganz wichtig: trotzdem ihren Job erledigt haben)… dann kommt es leider vor, daß sie selbst den Schlußstrich ziehen.

Ungereimtes Zeug

oOoder, besser gesagt (ganz prosaisch): nichts Gedichtetes

Das ist das Einzige, was mir zu unserer einheimischen Politik zur Zeit einfällt. Da es mir an den Rhethorik-Künsten* mangelt, die unsere Kanzlerin so an den Tag legt, bin ich nicht in der Lage, un-endliche Vorträge zu Selbst-Verständlichkeiten zu halten. Nächstenliebe (eins der Dinge, die unsere christlichen Parteien so hoch schätzen) zum Beispiel…

Da ist sie wohl ein wenig über das Ziel hinausgeschossen.

Ihre Nächsten, das wäre ja zuerst das Volk, dessen Staat sie zu dienen gelobt hat. Erst, wenn hier alles geregelt wäre, könnten wir daran denken, auch anderen zu helfen.

Doch, solche Gedankengänge setzen eine gewisse Logik voraus.

Was wir nicht erwarten können, von einer Frau, die zuerst mal Physik studiert hat. Immerhin… hat sie danach doch einen Beruf ergriffen, der eher wenig profitiert von dem, was sie mal studierte.

Wie war das, mit dem Lernen, für’s Leben?

*Angelas Rede-Gewandtheit reicht aus, eine Zuhörerschaft nicht einschlafen zu lassen. Gerne wirkt das während längerer Ansprachen, erfrischendes Phrasen-Dreschen. Nur, wenn wir probieren, hinterher die Spreu vom Weizen zu trennen…

Kaum ein Korn in Sicht.

oder: Viel Krach um Nichts.

P.S.

I have to thank xkcd, their stick(wo)men are a purrfect illustration to the words of this article.

Meta-Limerick

Bei Wiesenraute (Quelle des vorigen Beitrags) fand ich dann auch einen Limerick, dem der letzte Reim ausging… (das war gestern schon, und ein Reim auf -ebra ging mir bis eben nicht aus dem Sinn). Da fand ich etwas passendes. 😛

Es lebte ein Tierfreund in Bebra,
der hielt sich im Keller ein Zebra.
Dort stand auch ’ne Tafel,
voll tierisch‘ Geschwafel.
Sein Zebra nennt sowas Alg-ebra.

Es gibt dort auch einen „Verein, zur Huldigung des Meta-Limericks, Hamburg“. Leider, leider ist Vereins-Meierei noch nie mein Fall gewesen. Daher setze ich hier nur einen Link 😉

Ach, und das verblichene Zebra aus dem Original-Limerick konnte ich retten, mit Hilfe von etwas verquerer Mathematik 😀

Redukt

Also: Ergebnis einer Reduktion (wie wenn beim Kochen langsam die Soße eindickt)

Das ist ein Titel meiner ersten Industrial-Lieblingsband Einstürzende Neubauten, die ich als frühen Wegweiser zu meinem jetzigen Musik-Geschmack betrachte. Sie haben damals schon schweres Metall auf die Bühne geschleppt, um es als Instrumente zu benutzen (Ur-Industrial-Metal vom Feinsten)))

Lyrisch haben sie abwechslungsreich Gefühle, Philosophien und nicht zuletzt Politik verarbeitet. Aber auch eintönige Geräusch-Kulissen mit dada-istischen Wortgruppen (zum Gedanken frei Laufen lassen, während als akustische Begleitung eine Zentrifuge auf dem letzten Loch pfeift) finden sich auf ihrer Sound-Palette.

Wenn ich mir das so wieder durch die Ohren gehen lasse, merke ich erst richtig, wie wenig sich zum Besseren entwickelt hat. Da hinterfrage ich auch gleich den Sinn eines Zeit-Vertreibes wie diesem hier (bloggen meine ich), denn eigentlich hat ja Blixa Bargeld schon alles Wichtige (und manches weniger Wichtige) zum Weltgeschehen getextet. Und oft ganz gut gesungen, sogar auf Englisch. Damit der Rest der Welt nicht ganz dumm sterben muß.

 

 

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