Entwicklungen

…die zur Zeit in der Welt selten zum Besseren verlaufen, brachten mich dazu, nach längerer Pause weiter zu bloggen.

Meine Meinung zum Gesamtbild hat sich wenig verändert, einiges war schon am Anfang in der Entwicklungs-Richtung absehbar. Das erkenne ich, wenn meine alten Posts auf dem Schirm auftauchen… weltpoltisch ist eigentlich alles munter so weitergelaufen wie früher auch immer. Nicht wirklich toll.

Dennoch komme ich nicht drum herum, manches mal mein Maul aufzureißen… lautes Fauchen erleichtert die Anspannung, fragt ruhig mal eure StubenTiger 😀

Sollte ich das Bedürfnis haben, etwas schnurrender (gern gepaart mit britischem schwarzen Humor) rüberzukommen in der Schreibe, greife ich meist gleich komplett auf die englische Sprache zurück. Schon, weil ich dann höflicher bin. Unhöfliche Vögel, die den frechen Schnabel zu weit aufsperren, haben wir im Netz ja zur Genüge.

Leider bin ich dadurch etwas unhöflich zu meinen eigenen Lands-Leuten, die nicht so flüssig Englisch verstehen. Bitte, verzeiht mir.

Heidnisch

ist der ganze Karnevalskram… diese Rituale wurden schon zu menschlichen Früh-Zeiten abgehalten. Um die letzten Geister der ungemütlichen, dunklen Jahreszeit zu vertreiben. Im Winter war die Sterbe-Rate höher.

Um auf andere Gedanken zu kommen, und die Energie für kommende Aufgaben aufzufrischen, hilft wildes Feiern (incl. Erholung vom Kater). Das war schon immer so.

Denke ich über heidnische Rituale nach, wundere ich mich manchmal, wie leicht sie von monotheistischen Religionen assimiliert wurden. Nicht das warum (einfache Vereinnahmung neuer gläubiger Menschen) … ich frage mich eher, ob niemand den tieferen Sinn hinterfragt hat. Heutzutage ist er verschwunden unter bonbonwerfenden Festwagen.

Fast hätte ich eben „bombenwerfend“ geschrieben. Denn das kommt bei „Monotheisten“ gerade nicht so selten vor. Egal, wie sie ihren einzigen Gott nun nennen. Ebenso gleichgültig, daß sie sicher sind, es kann überhaupt keinen anderen Gott geben. Wenn anders-sprachige Monotheisten ihrem einzigen Gott einen eigenen Namen gegeben haben… ist es unmöglich derselbe wie der eigene.

 

Et Kütt…

Das ist Narralesisch und heißt: Es kommt

Was auf uns zukommt ist diesmal eine Karnevals-Saison unter verschärften Bedingungen. Durch die Medien-angeheizte Lage meinen einige, sie müßten aufrüsten, wenn sie dieses Jahr am Rosenmontags-Spaß und den folgenden Narreteien teilnehmen möchten.

Verständlich in meinen Augen, denn dort sind ja sozusagen ALLE vermummt. Was unter den ganzen bunten (und oft ausgestopften) Verkleidungen stecken mag, kann man nur vermuten. Mit sehr viel Glück ist es kein Bombengürtel (für sicherheitsbewußte Leute wäre diese Möglichkeit ausreichend, sich von solchen Maskeraden fernzuhalten).

Aber was will man machen, bald ist allerorten „Spaß befohlen“. Im TV sah ich eben eine Mutter, die für ihre feierwillige Tochter bei einem Waffenhändler einkaufte. „Sie studiert in Köln, ist 23… und möchte den Karneval genießen.“ Mamas Begründung für den Kauf von Pfefferspray (die am wenigsten sinnvolle Selbstverteidigungs-Waffe im Gedränge). Andere decken sich mit allem ein, was der legale Markt so bietet… Schockwaffen oder Schreckschuß-Pistolen haben momentan Hoch-Konjunktur.

Also, wer schon immer überlegt hat, welches Ziel das beste für einen Abenteuer-Urlaub wäre… hier ist mein Vorschlag:

Fasching in Schland.

Kulturschock

Das ist meiner Meinung nach unvermeidlich bei jedem Menschen, der seine Heimat verlässt… um sich in einem fremden Land wiederzufinden. Das auf der anderen Seite des Planeten liegt, womöglich. Mit den komplett anderen Sitten und Gebräuchen kennt Mensch sich dort nicht aus.

Soviel zur allgemeinen Einleitung… zu einem Thema mit lokaler Brisanz. Das fremde Land ist momentan nämlich unser Schland. Und die Menschen kommen her, weil sie denken, überall kann es nur besser sein als zuhause im Elend. Auch anfänglich freundliche Hilfs-Angebote unserer lieben Kanzlerin haben dazu beigetragen… wir leben (unwissentlich) im legendären Land, wo Milch und Honig fließen.

Was wir wissen, ist jedoch, daß immer mehr Polizei diese Quellen des Wohlstands bewacht (von wegen Personal-Abbau, das Gegenteil ist schon länger der Fall). Die Ordnungshüter sind schwer beschäftigt damit, einheimische Unholde zu verfolgen, die aus finanziellem Bedarf heraus mal kurz Geld-Automaten mit Feuerzeug-Gas in die Luft jagen und ähnliches. Tja, und einheimische Unholde wachsen im eigenen Land irgendwie nach, wie Unkraut zur Zeit. Treffen diese* dann mit Migranten zusammen (was hin und wieder in größeren Gruppen vorkommt)… Kulturschock auf beiden Seiten.

*Diese steht da, und es geht sowohl um unsere Bürger als auch um unsere Polizisten. Keiner ist vorbereitet auf Leute, die aus Gegenden mit „echtem Kampf ums Überleben“ stammen. Die außerdem, nun in „Sicherheit“ … überschwenglich werden. Eskalationen wie in Köln zu Sylvester… alle 24 Zeitzonen feiern Neujahr (auch in islamischen Staaten, siehe Hotelbrand in Dubai). Einige (hunderte, vor einem Hauptbahnhof) können und wollen sich nicht benehmen, besonders wenn sie (72? achnee, 108 Anzeigen gab es) paradiesisch bemalten und glitzernd dekorierten Jungfrauen begegnen… Testosteron macht böse Purzelbäume.

Die Aufpasser kamen ins Rotieren, niemand bekam die Situation in Griff. Nachträgliche Diskussionen führen nun dazu, daß unserer Regierung der Hintern heiß wird. Wie beim Frosch, der ruhig im sich langsam erwärmenden Wasser sitzt. Bis es dann kocht, und die Schenkelchen gar sind. Un-ausgegorene Ideen wie „viel mehr Polizei einstellen“ sind die erste Folge, anstatt die Organisation dieser Sicherheitskräfte logistisch zu durchdenken.

Logistik möchten Politiker bei der Verteilung der Zuwanderer anwenden, um Ghetto-Bildung zu verhindern. UND, natürlich haben sie alle wieder mal gute Ideen für verschärfte Gesetz-Gebung. Ein Werkzeug, das erhöhte Diskussions-Dauer nach sich zieht. Außerdem würden Gesetze auch erst später ziehen, und wir benötigen in dieser Situation schneller wirksame Maßnahmen.

*P.S. zum Zusammentreffen:

Da unsere inkompetenten Polizisten eindeutig überfordert wirken, haben sich schon Rocker und Hooligans hierzulande formiert. Was denen zur Problemlösung einfällt, weiß ich widerum schon ziemlich genau. Die sind Baseballfans… naja eigentlich mögen sie nur Baseball-Schläger.smiley_emoticons_barbar

Vorher – Hinterher

Ein Element der (mir verhaßten) Werbung sind diese Bilder… Auf denen sieht man, wie Produkte sich (angeblich) auf ihre Anwender auswirken sollen: der Mensch wird dort schlanker, schöner u.s.w.

Leider ist es so, daß solche Aufnahmen nicht der Realität entsprechen… dank Bild-Bearbeitung kann die Werbe-Branche uns allerlei vorgaukeln. Selbst schuld, wer all das glaubt… und dann sein Geld verschwendet. Denn diese Scharlatanerie ist leider nicht im Geringsten nützlich für den Einzelnen. Sie bringt nur Geld in die Kassen der Scharlatane, die uns mit Pillen, Pulvern und Wässerchen eindecken wollen. Sogar Operationen sollen uns heutzutage „verbessern“. Leider wird niemand jünger.

Das war ja auch schon zu Goethes Zeiten so: es zählt nur der schöne Schein. Wer nicht zu den „beautiful people“ gehört, möchte natürlich glauben, daß es etwas gibt… was ihm hilft. In Wirklichkeit ist das Ganze nicht SO einfach. Die Natur sorgt (ganz normal) für Veränderungen, und selten zum Besseren. Mein Spiegel zeigt es mir deutlich: Fältchen und Falten. Graue Haare und Strähnen. Das Ergebnis meiner Lebensjahre nun einmal.

Und, warum ich Goethe erwähnte? Der größte Dichter und Denker meiner Muttersprache ist in meinem kleinen Literatur-Schatzkästchen auch vertreten, und zwar mit einem über 100 Jahre alten Werk. Kein sehr wertvoller Schatz (finanziell betrachtet), da es auch damals schon Massenproduktion gab. Für weniger betuchte Wissensdurstige hat ein Verlag Auszüge aus dem „Faust“ in hoher Auflage zu geringem Preis herausgebracht. Diese sind auch heute noch günstig in Antiquariaten zu bekommen (wo ich mich mich mal nach dem Wert erkundigt habe).

Name des Werkes: Faust=Brevier (zweizeilig, mit doppeltem Bindestrich… der Schriftsatz ist sowas von „oldschool“)))

Goethe – vor und nach Faust

Und, es enthält nur 2 (!!) Bilder, die damals üblichen Portäts per Scherenschnitt. Motiv: Der Dichter zu Anfang seiner Dichtung (ich rede immer noch von Faust und seinem Mephistopheles) . . . und nach Vollendung dieses Werkes. Die Jahre, die darüber hingingen, kann man auch ohne Photo gut erkennen. Der Lauf des Lebens eben.

 

Kristallkugel

So etwas habe ich mal zu Dekorations-Zwecken benutzt…  auch wenn ich gerade Stephen King’s „Wizard And Glass“ lese, halte ich Hell-Seherei für Quatsch (hoch drei sogar).

Dennoch, Zubehör wie Tarot-Karten (weitergereicht) oder auch ein Buch übers Lesen der Hand-Linien findet häufiger den Weg zu mir. Als ob unsere Regale nicht schon voll genug wären 😉

Überwiegender Inhalt: Science Fiction*, aber dazu kommt noch Geschichte… und Sachbücher. Naja, wie SF-Autoren neige auch ich dazu, Verbindungen zu ziehen, um mir dann vorzustellen, was wäre wenn…

 

 

*Für Freunde zukünftiger Welten hier noch 3 Lesetips

Jack Womack – Heidern (Heathern)

Bruce Sterling – Inseln Im Netz (Islands In The Net)

Robert Silverberg – Der Gesang Der Neuronen (Thorns)

P.S.: mein Liebling steht auf Perry Rhodan, den Ewigen :)

 

Bye Bye

Ray Bradbury.

Der Autor (Fahrenheit 451, Mars-Chroniken und viel anderes mehr) starb im Alter von 91 Jahren. Sein literarisches Vermächtnis hat viele inspiriert, andere irritiert… und jeden seiner Leser garantiert zum Nachdenken gebracht.

Rest In Peace

Amazon löscht Orwell…

von den Lesegeräten ihrer Kunden, wie in der taz zu lesen war.  Die Bücher 1984 und Animal Farm wurden (für 99 cent pro digitalem E-Book Stück) angeboten, obwohl Orwells Werke in den USA noch nicht gemeinfrei sind. Wer sich diesen Lesestoff  auf sein Kindle-Lesegerät geladen hatte, konnte eine unangenehme Überraschung erleben: Ohne Vorankündigung wurden die Bücher auf dem gleichen Weg entfernt, wie sie gekommen waren… über’s Netz. Zwar hat Amazon das gezahlte Geld zurück überwiesen, aber dennoch ist das doch wohl nicht die feine (englische) Art, mit seinen Kunden umzugehen.

Über die oben eingefügten Links kann man Mr. Orwell übrigens online lesen. Was ich auch getan habe, obwohl ich bedrucktes Papier eigentlich vorziehe. Scheint ja besser zu sein, denn wenn bei mir ein Buch fehlt, weiß ich… haste verliehen… kommt irgendwann wieder. Oder vielleicht nicht, aber das ist dann auch nicht so tragisch. Weil ich Bücher nur an Leute verleihe, die sie wirklich lesen mögen. Somit sind sie immer am richtigen Platz bei jemandem, der ein gutes Buch zu würdigen weiß. Das soll nun aber kein Freibrief sein… ich hätte meinen Lesestoff eigentlich gern irgendwann zurück 😉 z.B. den Hitchhiker… lieber infin

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