Pecunia Non Olet

sagte der römische Kaiser Vespasian, als er wegen leerer Staatskassen eine Latrinen-Steuer erhob. Geld stinkt nicht? Das sehe ich etwas anders, mir stinkts schon länger. Nicht erst seit 2008, als durch das Krachen der Börsenkurse die Allgemeinheit aufwachte.

(komisch, ausgerechnet das habe ich nicht gehört 😉 muß wohl wieder der Baß im Kopfhörer übertönt haben)

Leider traut sich keine Regierung, diesem Handel mit finanziellen Seifenblasen (ohne reale Gegenwerte) einen Riegel vorzuschieben, nicht einmal Transaktions-Steuern werden durchgesetzt.

Die Broker werden wahnsinnig, sie spekulieren und mutieren zu Spielsüchtigen, die ohne Rücksicht auf Verluste immer wieder am nächsten Gewinn-Kick arbeiten.

Aktienhandel ist eine aufregende Kreuzung aus Roulette und Monopoly, und das Spielgeld bekommt man von anderen*… bei etwas Geschick bleibt auch noch echtes Kapital im eigenen Geldsäckel hängen. Kein Wunder, daß das Gehirn dabei sucht-erzeugende Glücks-Hormone ausschüttet.

*anderen wohlhabenden, ebenfalls Spielsüchtigen… die gerne mehr draus machen würden. Die logischerweise zu den ersten Verlierern gehören, wenn die Blase platzt. Diese armen Reichen.

Der Leitsatz, daß Schulden(!) Geld produzieren, ist seit Jahrhunderten der wichtigste Paragraph im Gesetzbuch aller Geldverleiher… ähh, Banken. Drum tun sie es fleißig, bis alle Schulden haben.

Bis sie selbst gerettet werden müssen.

😛 …wo habe ich das Popcorn?

 

Schattenspiele

können leicht zu optischen Täuschungen führen. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß, sondern ziemlich viele Graustufen dazwischen. Auch was Größen und Längenmaße angeht, läßt sich unser Gehirn durch ungewohnte Zusammenstellungen verwirren. Einige der Tricks werden hier im Focus abgehandelt, dem ich auch die obere Graphik entnahm.

Schwer zu glauben, aber in beiden Bildern haben die Felder A und B dieselbe Helligkeit ( ich habe sie bearbeitet… damit sie hier reinpassen, also muß ich es glauben).

Dann gibt es noch Bilder, die nur aufgrund von Kontrasten Bewegungen vortäuschen, wo keine sind. In Perfektion betrachten kann man dies auf Akiyoshi’s illusion pages (vorsichtig dosieren, bei grellen bunten Kontrasten besteht sehr hohes Augenkrebs-Risiko)… hier fand ich auch das gewellte Schachmuster.

Eine perspektiv-Illusion, die dem Auge 6 gleich große gläserne Eier vorgaukelt, schuf ich schon mal als Hintergrund-Bild für meinen Monitor… (1680×1050 hier)

Der elftgrößte Rechner der Welt

wird gebraucht für den Versuch, ein Katzengehirn zu simulieren… ein ziemlich langsames zwar, aber immerhin.

Toll wäre es, wenn ich jetzt noch den Trick rausfinde, wie ich unsere beiden Feliden zum raytracen bewegen kann… 😉

Oh nein…

sie hat noch mehr auf Lager! Der Ideen-Pool der Frau Lengsfeld ist randvoll …(spiegel.online video)… Daß sie keine Agentur hat und sich alles allein ausdenkt, war eigentlich klar. Eine Profi-Werbe-Agentur hätte wenigstens die gröbsten Schnitzer vermieden. Gerecht (fair) ist es in diesem Fall zu erwähnen, daß die Plakate anderer Politiker auch nicht wirklich politisch sind… momentan hat das Sommerloch offensichtlich ein schattiges Plätzchen in den Köpfen der Wahl-Plakat-Macher gefunden…smiley_emoticons_xp-ani03b-rosa

Dekolleté dekorativ?

Klar, manchmal sogar sehr… man (frau) sollte nur wissen, wann es einzusetzen ist 😉 Das Bild mit dem Überblick über die Oberweite unserer Kanzlerin fanden wir ja schon ziemlich heftig (siehe hier)… doch Vera Lengsfeld schafft es mühelos, das Schaudern zu verdoppeln: (photo via prollblog)BrustwahlKampf

Diese Dame hat auch einen *interessanten* Spruch auf der Eingangs-Seite ihres Internetz-Auftrittes: „Freiheit und Fairness statt Gleichheit und Gerechtigkeit“ … sehr deutlich. Gerechterweise sollte man ihr vielleicht etwas Hirn spenden, damit sie nicht noch mehr Unsinn macht…

Rorschach-Kleckse

oder: Ich sehe das, was du nicht siehst (faz.net Überschrift)

rorschach

Was der Herr Rorschach 1921 in Druck gab, geistert noch heute durch die Psychologen-Praxen… 10 Karten mit symmetrischen Zufalls-Motiven, entstanden aus feuchten, zusammengeklappten Farbflecken. Er war der Meinung, damit könne man feststellen was das Unterbewußtsein eines Patienten ihm eingibt, wenn er beschreiben soll was er in den Formen und Farben erkennt. Solcherart diagnostizierte soziopathische Tendenzen wurden dann schon mal per Elektro-Schock-Therapie *behandelt*. In Europa ist dieser Zweig der Psychologie inzwischen so gut wie abgestorben… aber in Amerika blüht’s noch. Deshalb fanden es einige Rorschach-Tester gar nicht lustig, daß das komplette Karten-Sortiment mitsamt der gebräuchlichsten Deutungen bei Wikipedia auftauchte… zur freien Einsicht für alle.

Was ich an der Geschichte interessant finde, ist die Tatsache, daß Herrmann Rorschach ursprünglich Kunst studieren wollte, dann aber doch lieber Irrenarzt wurde. Gerade ein Kunst-Interessierter sollte wissen, daß nicht jedes Phantasie-Produkt einen Weg in die Realität findet. Künstler, die sich den Druck von der Seele malen, werden verstehen was ich damit meine: manchmal kann man gar nicht zu Papier bringen, was einen am meisten beschäftigt.

rorschach02

Leute wie Giger oder Helnwein, deren gesamtes Werk sich um ähnliche Kernpunkte aufbaut, wären wahrscheinlich ein gefundenes Fressen für jeden Rorschach-Spezialisten… mit ihrer düsteren Vorstellungs-Kraft.

Vom kleinen Jungen zur Holzpuppe

oder Pinocchio anders herum… wären auch gute Titel für diesen Feuilleton-Beitrag zum Darwin-Jahr bei faz-net gewesen.

puppenkisteDer Forscher hatte sich zu Studienzwecken den kleinen Jemmy Button von einer seiner Reisen mitgebracht, als ob er eine seltene Pflanze wäre. Diese Ereignisse inspirierten Michael Ende zu seiner (nicht nur) Kinder-Geschichte vom Findelkind Jim Knopf, das selbst wenig lesenden Leuten durch die Augsburger Puppenkiste ein Begriff ist. Hinter dem roten Vorhang sitzt Frau Mahlzahn, um Jim Knopf (und uns) die Sache mit der Evolution zu erklären.

Die nicht so kindlichen Inhalte kommen beim Buch meiner Meinung nach mehr zum Tragen, da die Denkmarmel beim Verarbeiten von Gelesenem mehr zu tun hat als bei bilderreicher Fertigkost. Obwohl… der niedliche Halbdrache Nepomuk, der nicht zu den reinrassigen Drachen in die Stadt durfte… wem hat der nicht leidgetan?

Mitleidlos

weil das zuständige Gehirnareal in der frühkindlichen Entwicklung mit zu wenig positiven Reizen gefüttert wurde. So lautet der Tenor dieses Artikels im Stern, für den ich allerdings zuerst den Anfang mit den üblichen reißerischen *Fallstudien* querlesen mußte.

Durch MRT’s an sogenannten „kaltblütigen“ Kids während der Betrachtung blutrünstiger Horrorbilder (netter Menschenversuch) wurde diesen eine Coolness bescheinigt… mit der sie problemlos einen Job als Bomben-Räumer machen könnten.

Also, liebe junge Eltern: redet nicht mit euren Babies… ignoriert ihre Bedürfnisse, laßt sie brüllen. Dann haben die Kleinen später super Job-Chancen. Wir brauchen mehr Bomben-Räumer…smiley_emoticons_freddus_blindgaenger

Gedankenlesen…

können Magnetresonanz- oder Kernspintomographen zum Glück nicht. Da jedes GehirnhomerBrain von unterschiedlichen Erfahrungen geprägt wird, sind nur Ähnlichkeiten vorhanden… keins ist wie das andere. Selbst bei Zwillingen ist die Enwicklung wahrscheinlich selten parallel. Was Hirnforscher mit Hilfe dieser Technik können ist, Areale zu lokalisieren, die sich auf bestimmte Aufgaben spezialisiert haben… und deren Aktivität beobachten. So wollen sie Lügner entlarven, obwohl sie schon festgestellt haben, daß deren Gehirnaktionen ähnliche Bilder ergeben wie die von kreativen, phantasievollen Menschen. Leuten eben, die über ihnen gestellte Augaben etwas mehr nachdenken…

Are Thoughts Still Free?

The german newspaper „Zeit Online“ had frightening informations… scientists are able to detect lies by brainscans. Companies (like NoLieMRI or Cephos) offer their services to everyone (who can pay for them). I’m glad that it’s too expensive (still…) for employers or the police . . . 😈 . . . greetings from 1984

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