1984 ist Vergangenheit…

liberty

denn mit den technischen Möglichkeiten der Gegenwart können wir alle viel besser erfasst werden. Die im Film „Staatsfeind Nr. 1“ gezeigte Rundum-Überwachung ist (bis auf kleinere Übertreibungen) kein Problem. Höchstens finanziell (Satellitendichte….. ein Grund für das Festhalten an unproduktiven Raumfahrt-Programmen?)

Die deutsche Gesetzgebung zur Vorratsdatenspeicherung macht’s uns jetzt bald möglich:

Wenn Du etwas zu verheimlichen hast… oder auch nur geringfügige Paranoia (was ich niemandem wünschen würde) …darfst Du dich ein bißchen wie Will Smith als Enemy One fühlen. Oder wie ein Fisch im Boston Aquarium (siehe unten).

aquarium

Die Bilder in diesem Beitrag sind Links zu Live-Webcams 😉

Ein Big-Brother-Spiel

…mit dem gelangweilte Internet-Benutzer zu Überwachern gemacht werden sollen?

Großbritannien, das Land mit der größten Dichte an Videokameras im öffentlichen Raum, wertet die Aufnahmen im Normalfall erst aus, wenn ein Verbrechen schon geschehen ist. Da geht doch was… wie ich heute in der taz gelesen habe: Weil viele Augen mehr sehen, entwickelte das Unternehmen „Internet Eyes“ einen Plan. Hier werden Bürger aufgefordert, sich die Bilder der Überwachungs-Kameras auf den heimischen Rechner zu holen, um damit ihre (eventuell kriminellen) Mitbürger zu beobachten. Und im Falle verdächtiger (möglicherweise illegaler) Handlungen die Polizei zu benachrichtigen… gegen Belohnung. Wenn dieses Beispiel Schule macht, haben wir bald ein Netz voller „großer Brüder“ . . . und die Bösewichte werden nur noch maskiert unterwegs sein… in unserer schönen neuen Welt.

Amazon löscht Orwell…

von den Lesegeräten ihrer Kunden, wie in der taz zu lesen war.  Die Bücher 1984 und Animal Farm wurden (für 99 cent pro digitalem E-Book Stück) angeboten, obwohl Orwells Werke in den USA noch nicht gemeinfrei sind. Wer sich diesen Lesestoff  auf sein Kindle-Lesegerät geladen hatte, konnte eine unangenehme Überraschung erleben: Ohne Vorankündigung wurden die Bücher auf dem gleichen Weg entfernt, wie sie gekommen waren… über’s Netz. Zwar hat Amazon das gezahlte Geld zurück überwiesen, aber dennoch ist das doch wohl nicht die feine (englische) Art, mit seinen Kunden umzugehen.

Über die oben eingefügten Links kann man Mr. Orwell übrigens online lesen. Was ich auch getan habe, obwohl ich bedrucktes Papier eigentlich vorziehe. Scheint ja besser zu sein, denn wenn bei mir ein Buch fehlt, weiß ich… haste verliehen… kommt irgendwann wieder. Oder vielleicht nicht, aber das ist dann auch nicht so tragisch. Weil ich Bücher nur an Leute verleihe, die sie wirklich lesen mögen. Somit sind sie immer am richtigen Platz bei jemandem, der ein gutes Buch zu würdigen weiß. Das soll nun aber kein Freibrief sein… ich hätte meinen Lesestoff eigentlich gern irgendwann zurück 😉 z.B. den Hitchhiker… lieber infin

Are Thoughts Still Free?

The german newspaper „Zeit Online“ had frightening informations… scientists are able to detect lies by brainscans. Companies (like NoLieMRI or Cephos) offer their services to everyone (who can pay for them). I’m glad that it’s too expensive (still…) for employers or the police . . . 😈 . . . greetings from 1984

doublethink…

is a word from Orwell’s story 1984, which i’ve read recently. This time in english, t’was better to feel the atmosphere of England. While reading i mostly think in the written language, not so difficult, as there are only these two tongues… for me . . . doublespeak so to say.

Doubleplusgood

… war die Kombination von Hör- und Lesestoff, als ich mit Apocalyptica auf den Ohren Orwell’s 1984 (english, Link siehe u.) gelesen habe. Ein Tagebuchschreiber, der erst anfängt richtig nachzudenken, als er beginnt, seine Gedanken zu Papier zu bringen.

doubleplusungood… die Vorstellung, die Glotze (Orwell: Telescreen) nicht abschalten zu können . . . sowie die Übertragung von Bild und Ton in beiden Richtungen… Gänsehaut!

Dann habe ich noch eine kleine Ähnlichkeit mit der Gegenwart entdeckt: Newspeak, eine zur Vereinfachung gedachte Sprachmodifizierung, die auf lange Sicht das Denken abschaffen soll… klingt für mich ein bißchen nach Rechtschreibreform. 😉

Wer beobachtet wen ?

Kein Wunder, daß es immer mehr paranoide Leute gibt: überall sind Kameras… und nicht immer sind sie deutlich sichtbar angebracht. Beim Einkaufen ist es schon ganz normal; in Technik-Warenhäusern wartet man geradezu darauf, sich selbst auf einem Monitor zu sehen. Allerdings weiß niemand, wo sonst noch überall der „Große Bruder“ (: thx ’84) zuguckt… und was mit den Aufnahmen passiert. Das Recht am eigenen Bild ? Naja . . .

Ich habe hier einen interessanten Link zum Thema (wenn die Paranoia schon lauert, besser nicht klicken)

http://www.tagesschau.de/inland/alltagueberwachung2.html

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