Statistiken

und Statistiker, das ist nichts, worauf ich mich verlasse.

Aber, wenn ein Finanz-Fachmann einen Vortrag über die Krise, Ursachen und Folgen hält… da muss ich zuhören. Und auch Prof. Dr. Heiner Flassbeck in sehr vielen Punkten zustimmen, weil ich sogar als Finanz-Laie ziemlich gut verstehe, worauf das alles hinausläuft.

Er hat informative Grafiken auf Lager, die obige zur Arbeitslosigkeit sieht sogar sehr gut aus (für Deutschland, gemessen an anderen). Leider weiß fast jeder hierzulande, wie diese Statistik schön-geschummelt wird. Ein großer Teil der arbeitslosen Bevölkerung wird von Ämtern in Maßnahmen zur (Weiter)Bildung oder Wiedereingliederung (in den Arbeitsmarkt) gesteckt. Damit fallen sie aus so einer Statistik heraus, und darum sieht diese Kurve viel besser aus, als sie tatsächlich ist.

Zwar kann man sagen, die Leute haben hinterher bessere Karten bei der Jobsuche… theoretisch. Es kommt dabei aber immer auf den einzelnen an, und der fällt manchmal durchs Raster. Außerdem wird die Problematik nicht behoben durch die ganzen Maßnahmen. Nur in die Zukunft verschoben. Eine Zukunft mit mehr Arbeitsplätzen, hoffen die Verschieber wohl.

Als PostScriptum an dieser Stelle ein Zitat von J.F.Kennedy:

Im Chinesischen besteht das Wort Krise aus zwei Zeichen.

Das eine bedeutet Gefahr. Das andere Gelegenheit.

Sollte jemand die oben verlinkten Video-Vorträge bis zum Ende angesehen haben… Diese Gefahr wäre die Gelegenheit für uns (das Volk)… richtig laut an die riesige Käseglocke in Berlin zu klopfen. Die Kuppel, unter der unsere Regierung sitzt, und wo die Insassen (draußen ewig abgeschirmt durch Gorillas in Anzügen) sehr wenig Kontakt zur Realität haben.

 

Deja Vu

für Cyberpunks… die asiatische Weltherrschaft? Bloß sah der Science Fiction Autor  Gibson die Zukunft in japanischer Hand, doch die Entwicklung lief etwas anders ab. Wo Geld gebraucht wird (das ist in Krisenzeiten ja praktisch überall), sind heutzutage schnell die Chinesen zur Hand.

Sie bepflanzen die raren fruchtbaren afrikanischen Ländereien mit Reis (für den Eigenbedarf natürlich).

Oder sie spielen internationales Monopoly, indem sie hier (in Athen) einen Hafen… und dort (in London) ein Stück Flughafen kaufen.

Der Drache schlägt seine Krallen in die Perle des Glücks…

Eine Glücks-Katze…

und nicht dreifarbig (wie die aus China*, sondern in schwarz) lebt in Rom und heißt Tommasino. Nicht ganz so schön ist, daß dafür zuerst sein 94jähriges Frauchen ins Gras beißen mußte. Doch nun ist der Kater ein Erbe von Millionen-Werten (inklusive wertvoller Kunstwerke).

Was natürlich die Neider auf den Plan ruft. Ganz besonders in Krisen-Zeiten wie diesen… klar, daß ihm kaum jemand diesen Reichtum gönnt. Dabei wurde er ja nicht einmal gefragt, denn vermutlich hätte er viel lieber das Frauchen behalten.

*ursprünglich waren, sollte ich nicht vergessen zu erwähnen. Heutzutage kann man ja fast überall diese kitschigen Wackel-Pfoten-Dinger aus Plastik oder Metall kaufen. Sie sollen auch Glück bringen. Das bezweifle ich doch stark, da liegt das Glück höchstens in den Kassen-Schubladen der Hersteller.

Arrived . . .

in presence, again. Of course…  in english too. Some things I did not want to see to clearly, perhaps. When this happens, I read old books, can be seen in the entries down below.

The worldwide financial desaster occupied my thoughts not for the first time. There are some posts in german showing IT. Now my aggressions have grown enough to hammer the correct comment

about the situation into my keyboard. Money stinks a lot… my contradiction to PECUNIA NON OLET (sry, but the old Romans didn’t use little letters*).

*would have been much to complicated to engrave them in stones tiles…….. I ass-u-me (<sorry)

When I’m up to it, there’s another „Völkchen“ (kind of tribe in german)… I am not so sure about.  Arabians  have strange habits with money too, mentioned it earlier (again). Maybe your translators will work incorrect because of my complicated sentences, but you should get the meanings.

There’s not much I want to translate in english, mostly I’m a poet in this language… wouldn’t fit in here. And the racist sounding stuff is normally not my style. Comes from anger, sorry for this too.

Smilie by GreenSmilies.com

I am a liar, the focus video (first link above)  is a hammer… oOo my dear americans, someTimes I really hate them. Evil melting pot, bad recipe. Deadly mixture. Ask Brian Warner aka Marilyn Manson… he has helped me with political correctness (when I corrected this post the next morning) and some vocabulary&Heavy Beats. Thank You.

Jongleure mit Milliarden

oder: EFSF ist die Krankheit, nicht die Kur.

Heute wurde im Bundestag erneut dramatisch debattiert, und unsere opportunistische Kanzlerin bewies mal wieder, daß sie genau weiß, wie sie ihr Mäntelchen nach dem Winde dreht. Wie soll man es sonst nennen, wenn die Ansichten einer Partei innerhalb von ca. drei Wochen eine fast komplette Kehrtwende durchmachen?

Und trotzdem, als der Chef der Linken Gregor Gysi seine Argumente vorbrachte… haben sowohl die Herren der FDP als auch die „christlichen“ Parteiangehörigen kaum zugehört, sondern hauptsächlich untereinander getuschelt. Wahrscheinlich müssen sie sich hinterher die schriftliche Zusammenfassung gründlich durchlesen damit sie wissen, was sie bei ihrer nächsten Meinungsänderung zu berücksichtigen haben.

Der deutsche Anteil am Rettungsschirm soll 211 Milliarden betragen… also (sehr) grob gerechnet rund die Hälfte. Für ein kleines Land in einem Staatenbund ist das doch reichlich happig, die hilfsbedürftigen Verbündeten sind meist größer, wenn auch nicht immer so dicht besiedelt (oder gar industriell entwickelt).

Doch unsere Industrie,  ja… das ist ein eigenes Thema. Zunächst in der Wachstumsphase hat sie eine Menge Arbeitskräfte an sich gebunden und ausgebildet. Viele Hannoveraner zum Beispiel haben nie in ihrem Leben was anderes gelernt, als VWs zu bauen… oder die dazu benötigten Roboter zu reparieren. Ganze Familien sind praktisch spezialisiert darauf. Wenn dann die Automatisierung weiter zunimmt (oder die Werke ins billigere Ausland abwandern)… kriegen wir Arbeitslose, die erstmal umgeschult werden müssen, um woanders überhaupt Chancen zu haben. (Fachidiotentum auf unterster Ebene, aber das hatte der Herr Marx auch schon lange vorhergesehen… ganz ohne Kristallkugel.)

Und auf dem Rücken dieser kleinen Arbeiter lastet nun das Problem, die Gelder für den Rettungsschirm zusammenzukratzen, das hat Gregor Gysi heute schön deutlich dargelegt. Denn die Großindustriellen, die so lange wie die Made im Speck gelebt haben, brachten ihre Profite zu den Banken. Naja, und die Banken… den Rest kann ich mir glaubich sparen.

Pecunia Non Olet

sagte der römische Kaiser Vespasian, als er wegen leerer Staatskassen eine Latrinen-Steuer erhob. Geld stinkt nicht? Das sehe ich etwas anders, mir stinkts schon länger. Nicht erst seit 2008, als durch das Krachen der Börsenkurse die Allgemeinheit aufwachte.

(komisch, ausgerechnet das habe ich nicht gehört 😉 muß wohl wieder der Baß im Kopfhörer übertönt haben)

Leider traut sich keine Regierung, diesem Handel mit finanziellen Seifenblasen (ohne reale Gegenwerte) einen Riegel vorzuschieben, nicht einmal Transaktions-Steuern werden durchgesetzt.

Die Broker werden wahnsinnig, sie spekulieren und mutieren zu Spielsüchtigen, die ohne Rücksicht auf Verluste immer wieder am nächsten Gewinn-Kick arbeiten.

Aktienhandel ist eine aufregende Kreuzung aus Roulette und Monopoly, und das Spielgeld bekommt man von anderen*… bei etwas Geschick bleibt auch noch echtes Kapital im eigenen Geldsäckel hängen. Kein Wunder, daß das Gehirn dabei sucht-erzeugende Glücks-Hormone ausschüttet.

*anderen wohlhabenden, ebenfalls Spielsüchtigen… die gerne mehr draus machen würden. Die logischerweise zu den ersten Verlierern gehören, wenn die Blase platzt. Diese armen Reichen.

Der Leitsatz, daß Schulden(!) Geld produzieren, ist seit Jahrhunderten der wichtigste Paragraph im Gesetzbuch aller Geldverleiher… ähh, Banken. Drum tun sie es fleißig, bis alle Schulden haben.

Bis sie selbst gerettet werden müssen.

😛 …wo habe ich das Popcorn?

 

Das Motto,

unter dem diese „Papa-Reise“ steht… kann doch bloß ironisch verstanden werden: wo Gott ist, ist Zukunft… denn wenn alle auf den Vertreter Gottes auf Erden hören, steht uns wohl eine reichlich übervölkerte Zukunft mit total ausgeplünderten Ressourcen bevor.

A propos total ausgeplündert… dreißig Silberlinge, ääh Millionen Euro legt unser krisengebeutelter Staat auf den Tisch, um Benedikt unterzubringen, zu bewirten und mit circa 6000 Polizisten zu beschützen. *

Dabei ist der Vatikanstaat, dessen Chef er ist, zwar echt winzig… aber dafür ziemlich wohlhabend.

Drum begrüßten sie ihn hier ja auch mit 21 Salutschüssen (bei der Nachricht hörte ich jemanden kaum hörbar grummeln „hätten die nicht besser zielen können?“). Und das waren dann auch nicht die einzigen Schüsse, die da fielen. Heute hat in Erfurt jemand 1km von der heiligen Messe entfernt mit einem Luftgewehr rumgeballert… und keiner der Sechstausend(!) Aufpasser hat ihn erwischt – bis jetzt.

*Seine farbenfrohe (und nebenbei hervorragend im Personenschutz ausgebildete) Schweizer Garde hätte eine schöne Bereicherung unseres tristen Straßenbildes darstellen können, schließlich sind die exotischen Klamotten um 1508 von Michelangelo entworfen worden… wenn auch diese Uniformen nicht unbedingt zu seinen besseren Ideen gehören – zumindest behauptet das der Autor Dan Brown 😉  Allerdings eine gelungene Ablenkung von der Gefährlichkeit ihrer Träger, bei denen kein Luftgewehr so dicht an ihn herangekommen wäre.

Das Photo machte der französische Wikipedia-Benutzer Greatpatton, der eine gute Bildergalerie ins Netz stellte.

 

Haufenweise Geld

auszugeben, ohne wirklich welches zu haben… das gehört zum guten Ton in einer Zivilisation, die kleine Plastik-Kredit-Kärtchen zum Status-Symbol erhoben hat. Je höher das Limit, desto besser.

Da Staaten dieses Spiel in erheblich größerem Maßstab spielen können, werden hier auch die Beträge höher. Bis sie dann von den Ranking-Agenturen heruntergestuft werden, wie einige europäische Regierungen feststellen konnten. Da mußten sie schnell unter den Euro-Rettungs-Schirm flüchten.

Den höchsten Rang, AAA (triple a) wird Amerika wohl verlieren, dem momentan die Schulden über den Kopf wachsen… wenn die Regierung sich weiter so ergebnislos um den Staats-Haushalt streitet.

Soviel also zum Optimismus einiger Politiker, die den schlimmsten Teil der Krise schon für überstanden erklärt hatten.

Kein Wunder eigentlich, denn der Auslöser der prekären pekuniären Situation (die an Schulden gut verdienende Finanz-Wirtschaft…) wurde weder zur Rechenschaft gezogen noch reglementiert.

Nein, sie wurde „gerettet“.

Alles auf Sand gebaut…

BurjDubai

haben die Bauherren von Dubai. Zum Beispiel den nebenan abgebildeten Burj Dubai (818 meter, Bildquelle). Die weise Vorraussicht auf das Ende der Erdöl-Ära brachte eine Ideen-Vielfalt hervor… um den Geldfluß am Laufen zu halten. So entstand ein Luxus-Tourismus-Zentrum, das auf der Welt seinesgleichen vergeblich sucht. Phantasien aus tausend-und-einer Nacht… für reiche Nabobs, von denen es trotz Krise noch genug zu geben scheint. Und wenn das Geld doch wieder knapp werden sollte… wozu gibt es wohlhabende Verwandte? Deren neue Formel1-Rennbahn ist ja auch ein nettes Reklame-Zugpferdchen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet zwar heute von einem Baustopp für die Welt-Inseln, aber der Artikel steht im Reise-Ressort und ist deshalb eigentlich eine informativ verpackte Werbung für das einmalige Urlaubs-Ziel.

Bleibt abzuwarten, wann diese schillernde Seifenblase platzt.

Finanz-Ignoranz

in Dubai… kaum ist das Inselwelt-Projekt vor der Pleite gerettet, wird nicht überdacht, ob das Ganze nicht sicherheitshalber beendet werden sollte, sondern munter weiter gebaut. Klar, jeder ist irgendwann mal reif für die Insel… und eine eigene zu besitzen… wäre ein schöner Traum. Doch in der Krise versuchen sogar die Luxus-Immobilien-Besitzer auf dem Festland ihr Eigentum abzustoßen, bevor der Wertverlust zu hoch wird. Über Inselkäufe wird da kaum noch ein Geldsack nachdenken. Aber (dem focus ist zu entnehmen):

Der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Sajed al Nahajan, erklärte die Krise am Donnerstag für beendet.

Na, wenn das so simpel ist… mein lieber Scheich 😉

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