Lesen & Schreiben

Eine Sache, die wir für selbst-verständlich halten, denn ohne geht im Netz leider überhaupt nichts…

Ist nicht für alle verständlich, merke ich, wenn Andere alles

***falsch verstehen*** (wollen? manchmal glaube ich das).

Entweder sie können sich nicht richtig ausdrücken,

oder sie haben die Einschläge nicht gemerkt…

wenn sie den Text eines Anderen kommentieren (***).

Dabei beschwere ich mich noch nicht einmal wegen kleiner oder großer

Fehler, egal ob Rechtschreibung oder Satzbau.

Ich kann gut rätseln.

Oben war es übersichtlicher aus den dort erwähnten Gründen, denn seit unserer Reform der Rechtschreib-Regelungen ist dieses Problem RIESENgroß geworden. Die Lehrer, die es anders lernten, geben bei unwilligen Schülern schneller auf, obwohl es nötig wäre, gerade dort anzusetzen.

Denn, wenn die Kids nur noch tweeten und mit Youtube-Kommentaren auf Smartphones kommunizieren, können sie sich schon wegen Geschmacks-Gründen in die Wolle kriegen. Nur, weil sie nicht in ganzen Sätzen kommunizieren.

Böse Rapper-Lyriken machen nichts besser, das gebe ich zu. Aber böse war schon manches, das nicht mit fäkalen Ausdrücken betont wurden mußte… nur daß die Erwachsenen, die sich gewählter ausdrücken können, die Situation BLOSS schlimmer machen, meistens.

Dann fluchen die Jüngeren halt, dauernd. Wenn ich mich ärgere, lese ich eher ein gutes Buch. Da das sehr oft vorkommt (das schlimme Ärgern über Regierungen, z.B.)…

Habe ich inzwischen reichlich zusätzliches Material gesammelt, aus allen möglichen Literatur-Sparten. Schweden-Krimis sind lehrreicher, als man denken sollte: Die fünfte Frau

Gemälde auf dem Buchtitel

Henning Mankell schrieb in diesem Werk über Verständigungs-Probleme zwischen Mutter und Tochter, wodurch Töchterchen zu Serien-Killerin und Rächerin mißbrauchter Frauen wurde. Logischerweise zugespitzte Fiktion, aber anders lernt Mensch ja nicht. Androhungen von Höllenstrafen.

Bisher wenigstens, da dieses Strafbuch ca 2000 Jahre alt war im Christen- tum. Ich denke allerdings, eine Zivilisation in Entwicklung erfordert feinere Folter. Gründliches Lesen-Lernen zum Beispiel für den Nachwuchs, damit die Kurzen genug Worte benutzen können, um sich zu beschweren.

Falls eine Meckerziege wie ich nicht aufhören kann zu motzen, *dauernd*

und immer wieder. Sonst hätte ich eine Empfehlung:

Geht auf eine einsame Insel, ohne Internet. Nehmt ein paar gute Bücher mit. Fangt Fische…

P.S.: Im Babylon unseres WWW wäre wenigstens eine Fremdsprache empfehlenswert.

Je früher gelernt, desto besser schult dies auch das logische Denken, das haben Wissenschaftler herausgefunden.

Kluge Leute.

Lyrisches

Ich bin schon immer fasziniert gewesen von Worten. Daher höre ich bei Musik genau auf den Text, und habe einige Songs sozusagen als Kommentare am Rande eingebunden. Weil ich sonst noch viel mehr hier schreiben müßte… und die Sache mit dem Lesen ist anstrengend, ich weiß ja. 😉

Schwierig auch, seit unserer Rechtschreib-Reform sind einige Begriffe gewandelt worden. (Maße = Masse?) Was einfacher werden sollte, ist verwirrender geworden. Eben habe ich bei Fefe einen Beitrag darüber gefunden, daß Frankreich nun im Begriff ist, ähnliches Chaos anzurichten.

Ich habe zwar keine Zahlen zum akuten Lese-Lern-Erfolg unserer Schüler, aber werde das Gefühl nicht los, daß das eines der wenigen Dinge ist, die früher wirklich besser geklappt haben.

französische Lyrik: Guesch Patti

Bon appétit

Wörterbuch erforderlich?

Es kann sein, daß ich mir nach längerer Weigerungszeit (die Rechtschreibreform war mir schon rein optisch unangenehm, bin wahrscheinlich zu altmodisch, oder nur zu phlegmatisch für eine Umstellung… schreibt man das jetzt eigentlich fleckmatisch?) doch mal wieder einen Duden kaufen werde.  Bloß aus reiner Neugierde. Er wurde nämlich neu* bewortet 😛

Und unter manch einem dieser Neu-Wörter kann ich mir nur schwer etwas vorstellen… also brauche ich wohl sowas wie ein Deutsch-Lexikon.

*urcool ist nicht mehr soo neu, kann mich dunkel dran erinnern… aus den 70ern 😉

Doubleplusgood

… war die Kombination von Hör- und Lesestoff, als ich mit Apocalyptica auf den Ohren Orwell’s 1984 (english, Link siehe u.) gelesen habe. Ein Tagebuchschreiber, der erst anfängt richtig nachzudenken, als er beginnt, seine Gedanken zu Papier zu bringen.

doubleplusungood… die Vorstellung, die Glotze (Orwell: Telescreen) nicht abschalten zu können . . . sowie die Übertragung von Bild und Ton in beiden Richtungen… Gänsehaut!

Dann habe ich noch eine kleine Ähnlichkeit mit der Gegenwart entdeckt: Newspeak, eine zur Vereinfachung gedachte Sprachmodifizierung, die auf lange Sicht das Denken abschaffen soll… klingt für mich ein bißchen nach Rechtschreibreform. 😉

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