Geteilter Meinung
sind el-grecco (mein Ehemann) und ich, wenn es um die Nützlichkeit von Schußwaffen geht. Er hält sie für ein wirksames Mittel, den Bevölkerungs-Zuwachs einzuschränken… meiner Ansicht nach ist das zu zynisch. Leider denken ziemlich viele Leute sowas, und nicht alle sind so vernünftig wie mein Berater. Schützen z.B. . . . die ihre Kinder schon früh an dieses Thema gewöhnen. Um sich dann zu wundern, warum die Kids seltsame Einzelgänger in der Schule werden… und im schlimmsten Fall: Amok?
Die hierzulande so beliebte Tradition der Schützenvereine konnte ich in meiner Jugendzeit aus der Nähe erleben. Meine Eltern hatten unseren Wohnort auf’s Land verlegt, ist gut für die Kinder… mehr frische Luft und weniger Kriminalität als in der Stadt. Dafür aber auch ein Schützenverein, der sich jährlich selbst feierte, mit dem ganzen Dorf als Publikum. Der Alkohol-Pegel der Schützen bei dieser Festivität war so hoch, daß man ihnen eigentlich keinesfalls mehr eine scharfe Waffe hätte anvertrauen dürfen. Was sie trotzdem nicht davon abhielt, munter drauflos zu ballern… volle Deckung… sage ich nur. Und… ich konnte schießen, sie hätten mich wohl aufgenommen… wenn ich das gewollt hätte. Dann wäre vielleicht eine Geschichte entstanden, ähnlich wie dieser Artikel bei der Zeit.
Jetzt lebe ich schon lange in Hannover… mit seinem schönen großen Schützenfest, von dem ich nur das Feuerwerk erwähnenswert finde. Man kommt nicht darum herum, Notiz von den Schützenkönigen zu nehmen… bei dem Trara, das ihre Kumpels um sie machen. An die plötzlichen nächtlichen Blaskonzerte (einige gute Schützen wohnen anscheinend in meiner Gegend) habe ich mich noch immer nicht gewöhnt. Ausgerechnet die Nacht zum Sonntag muß es sein… Spielmannszug ist ein fieser Weck-Sound.
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